Das Unternehmen Stichweh

Die Entwicklung eines industriellen Dienstleisters

Es war die industrielle Gründerzeit in Deutschland, die erst Mitte des 19. Jahrhunderts verspätet Hannover erreichte, als Friedrich August Stichweh seinen Färbereibetrieb gründete. Fünf unterschiedliche Staatswesen mit vier Kriegen gingen über Hannover und Deutschland hinweg seit Firmengründung bis zur hochtechnisierten Gegenwart unseres heutigen demokratischen Wohlstandsstaates.

Die Firma überstand diese wechselvolle Zeit mit einschneidenden und strukturellen Änderungen. So musste nach mehr als 100 Jahren 1967 die Färberei, der Kern des Geschäftes des Firmengründers, aufgegeben werden. Die Funktion des Zentralbetriebes änderte sich durch andere Lösungsmittel, Weiterentwicklung der Reinigungsmaschinen, Änderung bei Textilien, durch neue Fasern und durch Mode und durch veränderte Verbrauchergewohnheiten.

In den letzten drei Jahrzehnten führte die Entwicklung zu einer völligen Umstrukturierung vom zentral arbeitenden, auf den Großraum Hannover beschränkten Betrieb zu einer Vielzahl von dezentral arbeitenden Ladenbetrieben mit selbständigen Lizenznehmern im norddeutschen Raum. Für die Inhaberfamilie hatte der Fortbestand der Firma bis zum heutigen Tage stets Vorrang.


Neue Impulse seit den 80er Jahren

Das Verbreitungsgebiet mit hohem Marktanteil, bis dahin auf den Großraum Hannover beschränkt, wurde auf Norddeutschland ausgedehnt. So ist Stichweh mit Ladenbetrieben heute in Kiel, Hamburg, Bremen, Magdeburg, Kassel etc. vertreten.

Für die Ladenbetriebe wurde ein Franchise-System entwickelt, das zu einer Anzahl selbständiger Existenzen im Rahmen der Stichweh-Organisation führt. Heute werden die insgesamt 90 Stichweh-Ladenbetriebe von selbständigen Unternehmern geführt. Außerdem arbeiten 42 Annahmestellen für Stichweh.

Der Teppichreinigungsumsatz wurde durch Zukauf eines Hamburger Teppichreinigungsbetriebes und Verlagerung nach Hannover verdreifacht.